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Die Ambulante Entwöhnungsbehandlung Ambulante Rehabilitation Sucht
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Die ambulante Reha eignet sich für betroffene
Männer und Frauen ab 18 Jahren, die in der
Lage sind, ihre Abstinenz im Alltag aufrecht
zu erhalten, ggfs. im Anschluss an eine statio-
näre Entgiftung.
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Nur so ist die Fähigkeit, auch regelmäßige Termine (1-3 x pro Woche)
einzuhalten, gegeben. Es sollte ein unterstützendes soziales Umfeld
existieren. Wenn die PartnerIn/Familie und der Arbeitgeber Bescheid
wissen und es ermöglichen, die Therapietermine auch einzuhalten,
kann sich die betroffene Person entspannter auf die Anforderungen
einlassen. Es ist weiterhin wichtig, sich auf die Gruppe und ihre
Regeln einlassen zu können, damit alle TeilnehmerInnen profitieren
können, Selbstverantwortung und Interesse am anderen sind dafür
die Voraussetzungen.
Die ambulante Reha umfasst ärztliche Diagnostik und Informationen,
Gruppentherapie, Wahlgruppen zu den Themen Entspannung und
Stressbewältigung, sowie Einzeltherapie mit individuellen Therapie-
schwerpunkten. Die Angehörigen können im Rahmen von Paar- oder
Familiengesprächen mit einbezogen werden, auch Einzelgespräche für
Angehörige sind möglich. In der Regel umfasst die Therapie 80 Ein-
heiten und dauert ca. ein Jahr.
Ziel der Therapie ist es, eine zufriedene Abstinenz im Alltag zu errei-
chen. Weitere Ziele sind das Wiedergewinnen von Selbstvertrauen
und das Stärken des Selbstwertgefühls. Die Themen der 7 Therapie-
module zeigen die weiteren Therapieziele:
Ziel- und Wertklärung
- Verbesserung der sozialen Beziehungen und Kommunikations-
gestaltung
- Verstehen der Suchtentwicklung und der Krankheit
- Ressourcen entwickeln und reaktivieren
- Rückfallprophylaxe
- Verbesserung des Umgangs mit Gefühlen und Erkennen von Bedürfnissen
- Verstehen des Sinns der Krankheit
Erfolgskriterien für einen positiven Verlauf der Rehabilitationsmaßnah-
me sind unserer Erfahrung nach vor allem die Bereitschaft, sich auf
einen umfassenden Veränderungsprozess einzulassen und die Thera-
piezeit sehr bewusst zu gestalten, so dass alte Gewohnheiten überwun-
den und neue, hilfreiche Gewohnheiten etabliert werden können.
Hierbei bestätigt sich der alte Merksatz: die eigentliche
Therapie findet zwischen den Sitzungen statt. Das Umsetzen
der Erkenntnisse, das Dranbleiben trotz Hindernissen und Schwierig-
keiten und die positiven neuen Erfahrungen sind bestärkend, um den
abstinenten Weg konsequent weiter zu verfolgen. Die Ehrlichkeit zu
sich selbst und die ständige Selbstreflexion mit therapeutischer Un-
terstützung sind wichtig. Manchmal kann aber auch eine Änderung
der Lebensumstände, Trennung, Entlastung durch entsprechende
Hilfen oder die Verringerung existenzieller Nöte zu einer Entspannung
führen, die die Grundlage für Veränderungen aus eigener Kraft erst
schaffen.
Wie der Unterschied zwischen der nassen und der trockenen Zeit
in der zweiten Hälfte der Therapie wahrgenommen werden, sollen
vorher-nachher Bilder von Klienten illustrieren.
Auffällig ist hierbei die Beklemmung in der Sucht, die sich in düsteren
Farben und ausweglosen Situationen oder Teufelskreisen äußert.
Dagegen zeigt die Abstinenz das farbenfrohe Erleben und eine klare
Perspektive, sowohl für die eigene Person, aber auch bzgl. der
Wahrnehmung der Umwelt.
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